top of page

Ass der Schwerter Tarot Bedeutung umgekehrt

the world_edited.jpg

Botschaften:


  • Unterdrücktes Gefühl

  • Unbeständigkeit

  • Manipulation

  • Kälte

  • Launenhaftigkeit

  • Entzogene Unterstützung

  • Passive Aggression

  • Überforderung

  • Kontrolle

  • Distanziertheit

  • Verdrängter Zorn

  • Nicht erreichbar

  • Instabilität

  • Verschlossene Autorität

  • Treibender Thron

Eine Krone auf der Spitze

Sieh auf die Klingenspitze, denn dort steckt der Gehalt von Ass der Schwerter umgekehrt. Eine goldene Krone hängt darauf, und durch sie hindurch sind zwei Zweige geflochten, ein Palmwedel und ein Olivenzweig, also Sieg und Frieden nebeneinander. Eine Hand kommt aus einer grauen Wolke von rechts und hält ein aufrecht stehendes Schwert am Griff, senkrecht und ohne Neigung. Unter der Wolke fällt die Landschaft in eine karge Ebene mit schroffen grauen Gipfeln am Horizont. Sechs kleine Tropfen fallen zu beiden Seiten der Klinge durch die Luft. Es gibt keine Vegetation, kein Wasser und keinen Menschen.
Beachte, dass diese Krone auf der Spitze balanciert und nicht am Griff sitzt. Sie ist eine Errungenschaft, die auf dem schmalsten Punkt der Klinge ruht und beim geringsten Kippen fällt. Bei Ass der Schwerter umgekehrt fällt sie als Erstes, und mit ihr die beiden geflochtenen Zweige, sodass Sieg und Frieden zugleich abgehen. Das Schwert dreht sich und zeigt nach unten, sodass eine Klinge, die aufwärts durchtrennte, nun in Richtung dessen zeigt, was darunter liegt. Die Hand hält weiterhin fest, denn sie ist der Griff und wird von der Umkehrung nicht gelöst. Was verloren geht, ist die Ausrichtung, und in dieser Farbe ist die Ausrichtung fast alles. Beachte auch, dass die Hand von rechts kommt. Beim Ass der Stäbe war es dieselbe Seite, beim Ass der Kelche die linke. Rechts gehört in der überlieferten Bildsprache zum Handeln, und diese Farbe liefert dir ein Werkzeug und keinen Trost.

Klarheit, die nicht kommt

Etwas soll entschieden werden, und du kannst die Sache nicht scharf genug sehen, um zu entscheiden. Das ist die häufigste Fassung dieser Umkehrung und nicht dieselbe wie Zögern. Du willst entscheiden. Es fehlt dir an dem einen Satz, der die Lage in zwei Teile schneidet, und ohne diesen Schnitt bleibt alles miteinander verbunden und wiegt gleich schwer.
Die aufrechte Karte gibt dir ein Werkzeug und keine Antwort, und das ist die Auskunft, die hier zählt. Ein Schwert erzeugt keine Wahrheit, es trennt. Umgekehrt ist die Klinge stumpf geworden oder zeigt in die falsche Richtung, und du versuchst mit Nachdenken zu erreichen, was nur mit Formulieren geht. Prüf deshalb etwas Praktisches. Kannst du deine Frage in einem Satz aufschreiben, ohne Nebensatz und ohne Einschränkung? Wenn nicht, hast du kein Entscheidungsproblem, sondern ein Formulierungsproblem, und die beiden fühlen sich identisch an, während nur eines davon behandelbar ist. Prüf zusätzlich, ob du deine Frage schon einmal jemandem gestellt hast. Diese Farbe klärt sich am Widerspruch, und was du nur mit dir selbst besprichst, bleibt so lange schlüssig, bis es jemand anfasst. Und prüf, ob du eine Antwort suchst oder eine Erlaubnis. Wer eine Erlaubnis sucht, findet in dieser Farbe nichts, denn ein Schwert erteilt keine, und deshalb kann die Prüfung unbegrenzt weiterlaufen.

Wenn Schärfe zum Selbstzweck wird

Manchmal ist die Klinge vollkommen scharf und schneidet trotzdem in die falsche Richtung. Hier fehlt dir nichts an Klarheit. Du siehst die Lage genau, du kannst sie präzise beschreiben, und du benutzt diese Präzision, um jemanden zu treffen. Ein Schwert unterscheidet nicht zwischen einem notwendigen Schnitt und einem überflüssigen, und diese Farbe hat kein eingebautes Maß dafür.
In der Praxis erkennst du das an einer Bemerkung, die vollkommen zutreffend war und trotzdem nicht hätte fallen müssen. An Ehrlichkeit, die zu einem Zeitpunkt geliefert wird, an dem sie nichts verbessert. An dem kurzen Befriedigungsgefühl, das entsteht, wenn du recht hast, und daran, dass dieses Gefühl von der Frage getrennt ist, ob es genützt hat. Prüf deshalb vor dem nächsten scharfen Satz zwei Dinge. Stimmt er, und was soll er bewirken. Diese Karte macht nur die erste Prüfung von allein, und die zweite gehört ausdrücklich dazugelegt. Und beachte, dass zutreffende Sätze am meisten verletzen. Was falsch ist, lässt sich abweisen. Was stimmt, bleibt, und deshalb trägt diese Farbe eine Verantwortung, die andere nicht haben. Und prüf, ob dein Gegenüber deine Genauigkeit gerade gebrauchen kann. Zutreffende Sätze zur falschen Zeit erledigen dieselbe Arbeit wie falsche, nur mit besserer Begründung.

Eins: Luft vor jeder Form

Auf jedem Ass steht die Eins, die Zahl des Anfangs, und jedes Ass zeigt eine Hand aus einer Wolke, die das rohe Element seiner Farbe anbietet. Hier ist es die Luft, also das Denken selbst, bevor es auf einen Gegenstand angewandt wurde. Die Numerologie gibt der Eins Ursprünglichkeit und Selbstgenügsamkeit, und in dieser Farbe passt das ungewöhnlich gut, denn ein Gedanke braucht nichts außer sich selbst, um zu entstehen.
Umgekehrt beginnt die Eins nicht oder sie beginnt an der falschen Stelle. Beides kommt vor. Als Schatten der Eins gilt Vereinzelung, und in dieser Farbe zeigt sie sich als Denken ohne Gegenprüfung, also als Schluss, der in einem einzigen Kopf entstanden und nie an einem zweiten getestet wurde. Häufen sich Einsen um dich, während diese Karte wiederkehrt, prüf, ob deine Gedanken gerade nicht anfangen oder ob sie anfangen und niemand sie hört. Diese beiden Lagen sehen von innen ähnlich aus und verlangen entgegengesetzte Behandlung. Beachte auch, dass diese Eins keine Landschaft hat. Beim Ass der Stäbe gibt es eine Burg, beim Ass der Kelche einen Teich. Hier gibt es kahle Berge, und das ist eine Auskunft über die Umgebung, in der Denken arbeitet. Und beachte, dass die sechs Tropfen neben der Klinge fallen und nicht daraus. Sie kommen von oben, wie beim Ass der Kelche, und das heißt: Auch in dieser Farbe stammt nicht alles aus dir.

Luft in ihrer Wurzelform

Ein Ass trägt kein Zeichen und keinen Planeten. Es steht für das ganze Element, und hier ist das die Luft. Luft verbindet, statt einzuschließen. Sie hat kein Gewicht und keine eigene Gestalt, sie bewegt sich schnell, sie trägt Klang und Sprache, und sie ist das Einzige der vier Elemente, das man nicht sehen kann. Deshalb ist die Farbe der Schwerter die schärfste und zugleich die am wenigsten greifbare, und deshalb tut ihr das Bild eines Metallgegenstands so gut.
Umgekehrt verliert die Luft ihre Richtung, und das äußert sich in zwei Formen. Entweder sie steht still, dann bewegt sich dein Denken nicht mehr und dieselbe Frage kreist wochenlang. Oder sie wirbelt, dann bewegt es sich zu viel und landet nirgends. Beide erzeugen dasselbe Ergebnis, nämlich Aufwand ohne Schluss. Zu beachten ist außerdem, dass Luft keinen eigenen Boden hat. Ein Gedanke wird nicht dadurch wahr, dass er gut gebaut ist, und diese Farbe verwechselt beides zuverlässig, weil sie kein Werkzeug besitzt, um es zu unterscheiden. Ein praktischer Hinweis: Luft braucht einen zweiten Menschen. Diese Farbe prüft sich nicht selbst, und ein einziges Gespräch leistet hier mehr als eine Woche Nachdenken, weil es genau das liefert, was dem Element fehlt. Und prüf, ob deine Gedanken in letzter Zeit stehen oder wirbeln. Die Behandlung ist entgegengesetzt: Stillstand braucht eine Frage von außen, Wirbel braucht eine schriftliche Ordnung.

Was Luft ohne Boden tut

Dieses Element prüft nicht, worauf es sich bezieht. Luft baut mühelos schlüssige Gedankengebäude, und ob sie mit der Wirklichkeit verbunden sind, kann sie aus sich heraus nicht feststellen. Umgekehrt entsteht daraus die häufigste Fehlform dieser Farbe: eine vollkommen stimmige Schlussfolgerung auf einer Annahme, die niemand überprüft hat.
Hinzu kommt, dass Luft schneller ist als jede Prüfung. Deine Erklärung ist fertig, bevor du die Lage kennst, und sie fühlt sich dabei nicht nach Vermutung an, sondern nach Klarheit. Prüf deshalb bei jeder festen Überzeugung die unterste Annahme und nicht die Argumentation darüber, denn der Fehler sitzt in dieser Farbe fast nie in der Kette, sondern in ihrem ersten Glied. Und beachte, dass ein zweiter Mensch hier mehr leistet als weiteres Nachdenken. Luft korrigiert sich nicht selbst, sie braucht Widerstand von außen. Und prüf, ob deine Gewissheit sich in den letzten Wochen verstärkt hat, ohne dass neue Angaben dazugekommen sind. Das ist bei dieser Farbe ein Warnzeichen, denn Sicherheit wächst hier auch ohne Belege. Und beachte, dass deine unterste Annahme meist aus einer Zeit stammt, in der sie zutraf. Sie war nicht falsch, sie ist alt, und das ist ein Unterschied, der die Prüfung erleichtert.

1
8
3
6
5 euro
7
9

Das Schwert schneidet in beide Richtungen

Ein Schwert ist die einzige Waffe im Deck mit zwei Schneiden, und diese Bauweise ist die Aussage der Karte. Es lässt sich nicht so führen, dass es nur nach außen wirkt. Wer damit schneidet, schneidet mit derselben Klinge, mit der er sich schneiden kann, und deshalb ist diese Farbe die einzige, in der Können und Verletzung aus derselben Quelle stammen.
Umgekehrt dreht sich die Klinge nach unten, und das ist keine Entwaffnung. Das Schwert ist weiterhin scharf und weiterhin in deiner Hand, es zeigt nur auf dich. In der Praxis heißt das, dass die Genauigkeit, mit der du eine Lage zergliedern kannst, sich gegen deine eigene Person richtet, und niemand kann das so gründlich wie jemand, der wirklich klar denkt. Deshalb erscheint diese Umkehrung so oft bei Menschen, die intelligent sind und nicht bei solchen, die verwirrt sind. Prüf deshalb, wohin deine schärfsten Sätze in den letzten Wochen gingen. Wenn die Antwort nach innen lautet, ist die Klinge nicht stumpf, sondern gedreht. Prüf außerdem, wie du mit dir selbst sprichst, wenn dir ein Fehler unterläuft. Diese Klinge ist bei den meisten deutlich schärfer nach innen als nach außen, und das fällt nur auf, wenn man beide Richtungen nebeneinander hält. Und prüf, ob du dir selbst gegenüber Sätze verwendest, die du keinem anderen sagen würdest. Wenn ja, ist die Klinge gedreht, und das lässt sich am Wortlaut ablesen und nicht am Gefühl.

Einen Satz formulieren

Schreib deine Frage in einem einzigen Satz auf, ohne Nebensatz und ohne Einschränkung. Diese Karte reagiert auf Formulierung und nicht auf Nachdenken, und die meisten unter ihr haben bereits ausgiebig nachgedacht. Wenn der Satz nicht gelingt, liegt dort deine Arbeit, denn eine Frage, die sich nicht schreiben lässt, lässt sich auch nicht beantworten, gleich wie lange du sie in dir bewegst.
Prüf danach die unterste Annahme, auf der dein Schluss ruht, und nicht die Argumentation darüber. Und wenn deine Fassung die scharfe Zunge betrifft, füg vor dem nächsten Satz eine zweite Prüfung ein: Stimmt er, und was soll er bewirken. Zutreffend zu sein ist in dieser Farbe billig, und du wirst regelmäßig recht haben. Ob das an dieser Stelle etwas nützt, beantwortet das Schwert nicht, und diese Frage gehört ausdrücklich hinzugefügt, weil sie sonst niemand stellt. Und beachte, dass ein Schwert nichts erzeugt. Es trennt, und deshalb wirst du unter dieser Karte keine Antwort finden, sondern eine Unterscheidung, und das ist weniger und brauchbarer. Und beachte, dass die Krone auf der Spitze balanciert. Was du hier erreichst, steht auf dem schmalsten Punkt, und deshalb lohnt es sich, den Schnitt sauber zu setzen statt schnell.

Kommentare

bottom of page