Bube der Schwerter Tarot Bedeutung umgekehrt

Botschaften:
Beginnende Erholung
Der Tiefpunkt ist durch
Festhalten am Schmerz
Widerstand gegen das Ende
Verlängertes Leiden
Aufstehen
Opferrolle
Endgültiger Abschluss
Rückfall
Erste Kraft
Übertriebene Darstellung
Loslassen
Verrat
Neuanfang
Der gelbe Horizont
Der Wind geht in eine Richtung
Achte auf alles, was sich im Bild bewegt, denn dort steckt der Kern von Bube der Schwerter umgekehrt. Die Wolken ziehen nach rechts, die Bäume neigen sich nach rechts, das Gras liegt nach rechts, und das Haar der Gestalt weht in dieselbe Richtung. Ein junger Mensch steht auf einer Anhöhe, die Füße fest auseinander, und hält ein aufrechtes Schwert mit beiden Händen schräg vor sich. Der Kopf ist nach hinten gedreht, der Blick geht über die Schulter, weg von der Richtung, in die der Körper zeigt. Am Himmel fliegen zehn kleine Vögel, ebenfalls mit dem Wind.
Beachte, dass alles außer diesem Menschen dem Wind folgt. Er hält dagegen, und deshalb steht er so breit. Bei Bube der Schwerter umgekehrt kippt das Schwert aus der Senkrechten, und wer eine Klinge mit beiden Händen hält, hält sie ungeübt und verliert sie beim Kippen zuerst. Der zurückgedrehte Kopf löst sich, sodass die Wachsamkeit nach hinten aufhört. Die zehn Vögel steigen aus dem Bild. Die Anhöhe, auf der er stand, wandert über ihn. Was die Umkehrung entfernt, ist der Stand gegen den Wind, und ohne ihn treibt alles Übrige in dieselbe Richtung wie die Wolken. Beachte auch, dass zehn Vögel am Himmel fliegen. Zehn ist die Zahl des vollen Maßes, und sie fliegen mit dem Wind. Was um dich herum in Umlauf ist, ist bereits vollständig unterwegs, bevor du dich entscheidest, ob du mitmachst.
Die Nachricht, die du überbringst
Als Bote der Luft bringt diese Gestalt Worte, Auskünfte und Nachrichten. Umgekehrt geht dabei etwas schief, und meist nicht in der großen Form. Eine Auskunft kommt unvollständig an. Etwas wird weitergegeben, bevor es geprüft wurde. Eine Einschätzung wird als Tatsache übermittelt, weil die Person, die sie äußerte, sicher klang.
Das ist selten böse Absicht, und genau deshalb ist es schwer zu bemerken. In der Luft wandert Information schnell, und Geschwindigkeit ist die Stärke dieser Farbe und ihre Schwäche zugleich. Wenn Bube der Schwerter umgekehrt bei dir auftaucht, prüf zwei Dinge an dem, was du gerade weitergeben willst. Woher stammt es, und was genau wurde tatsächlich gesagt. Diese beiden Fragen kosten zwei Minuten und fangen den größten Teil dessen ab, was in dieser Karte schiefgeht. Und wenn dich eine Nachricht erreicht hat, stell dieselben Fragen an sie, bevor du reagierst. Prüf zusätzlich, ob du eine Auskunft weitergibst oder eine Einschätzung. Die beiden werden in dieser Farbe regelmäßig verwechselt, und nur die erste lässt sich belegen. Und prüf, ob du gerade etwas weißt, das jemand anderes noch nicht weiß. In dieser Farbe ist das eine Machtfrage, und Buben gehen mit dieser Frage ungeübt um.
Wachsamkeit ohne Gegner
Die zweite Lesart betrifft die Haltung und nicht die Botschaft. Der Kopf ist zurückgedreht, der Blick geht über die Schulter, und niemand ist dort. In der Praxis beschreibt das einen Zustand dauernder Prüfung: Du liest Nachrichten mehrfach, du suchst in Formulierungen nach einem Ton, du rechnest damit, dass hinter einer freundlichen Auskunft etwas anderes steckt.
Diese Wachsamkeit ist meist gelernt und war irgendwann berechtigt. Was sie kostet, fällt nicht auf, weil sie nach Aufmerksamkeit aussieht und nicht nach Anstrengung. Prüf deshalb, wie viele deiner Verdachtsmomente im letzten halben Jahr sich bestätigt haben. Bei den meisten ist die Zahl niedrig, und dieser Wert lässt sich nicht wegdiskutieren. Umgekehrt löst sich der zurückgedrehte Kopf, und das ist die günstige Bewegung dieser Karte, unabhängig davon, ob sich die Lage verändert hat. Wer nicht mehr ständig nach hinten sieht, bekommt die Kraft zurück, die das Sehen gebunden hat. Und beachte, dass Wachsamkeit müde macht, ohne als Tätigkeit zu erscheinen. Wer den ganzen Tag prüft, hat abends dieselbe Erschöpfung wie nach körperlicher Arbeit und kann auf nichts zeigen. Und prüf, ob deine Wachsamkeit gerade einen bestimmten Menschen betrifft oder alle. Bei allen ist sie ein Zustand, bei einem bestimmten ist sie eine Auskunft, und nur die zweite lässt sich behandeln.

Der Bube und die feste Luft
Im Hof steht der Bube unten, unter Ritter, Königin und König, und in den älteren Systemen vertritt er die Erde seiner Farbe. Hier ergibt das die Erde der Luft, also Denken, das für einen Augenblick festgehalten wurde, damit man es betrachten kann. Das ist die langsamste Form, in der dieses Element vorkommt, und deshalb steht diese Gestalt still, während sich alles um sie herum bewegt.
Umgekehrt versagt die Erde, und dem Denken fehlt der Halt. Daraus entsteht Meinung ohne Prüfung, also ein Schluss, der so schnell entstanden ist, dass er nie mit etwas verglichen wurde. Buben stehen außerdem für den Zustand des Nochnichtwissens, weshalb diese Umkehrung häufig jemanden bezeichnet, der ein Urteil fällt, bevor er das Feld überblickt. Das ist kein Charakterfehler, sondern ein Stadium. Wenn Buben in deinen Legungen gemeinsam auftreten, geht es meist um Ausbildung und nicht um Absicht, und diese Unterscheidung entscheidet, ob du unterrichtest oder vorwirfst. Beachte auch, dass ein Bube nichts entscheidet. Er bringt, und deshalb geht es bei dieser Karte selten um deine Wahl und meist darum, was gerade bei dir eingetroffen ist. Und beachte, dass ein Bube unten im Hof steht. Ihm fehlt nicht die Fähigkeit, sondern die Erfahrung, und deshalb ist der richtige Umgang mit dieser Karte Unterricht und nicht Vorwurf.
Erde der Luft
In dieser Farbe steht jede Hofgestalt für ein anderes Stadium des Denkens. Der Bube beobachtet, der Ritter greift an, die Königin unterscheidet, der König entscheidet. Beobachten ist das erste und das ungeschützteste, denn wer beobachtet, hat noch keinen Standpunkt, von dem aus er die Beobachtung einordnen könnte. Deshalb steht diese Gestalt auf einer Anhöhe im Wind und nicht in einem Raum.
Umgekehrt kippt das Beobachten in eine von zwei Richtungen. Entweder es wird zu Misstrauen, dann sieht der Beobachter überall Absicht, weil ihm der Maßstab fehlt, gewöhnliches Verhalten von auffälligem zu unterscheiden. Oder es hört auf, dann wird ungeprüft übernommen, was gerade im Umlauf ist. Beide Fassungen stammen aus demselben Mangel, nämlich aus fehlender Erfahrung, und beide bessern sich auf demselben Weg. Nicht durch mehr Vorsicht und nicht durch mehr Vertrauen, sondern dadurch, dass du deine Einschätzungen aufschreibst und später nachsiehst, was aus ihnen geworden ist. Ein praktischer Hinweis: Diese Zuordnung korrigiert sich durch Notieren. Schreib auf, was du erwartest, und lies es nach einem Monat, denn diese Auskunft über deine Treffsicherheit ist auf keinem anderen Weg zu haben. Und prüf, ob du gewöhnliches Verhalten von auffälligem unterscheiden kannst. Wem dieser Maßstab fehlt, der findet überall Absicht, und das ist ein Mangel an Vergleich und kein Mangel an Aufmerksamkeit.
Wenn Luft festen Boden bekommt
Bei dieser Verbindung soll die Erde das Denken halten, damit es geprüft werden kann. Umgekehrt fehlt dieser Halt, und der Gedanke wird weitergegeben, bevor er stillgestanden hat. Du erkennst das daran, dass du eine Meinung vertrittst, deren Herkunft du nicht mehr benennen kannst.
Es gibt die Gegenrichtung, und sie ist unauffälliger. Nimmt die Erde überhand, wird aus Beobachtung Starre. Ein einmal gefasstes Urteil wird nicht mehr aktualisiert, und weil es sorgfältig entstanden ist, wirkt es weiterhin gut begründet. Prüf deshalb, wann du zuletzt eine Einschätzung über eine Person geändert hast. Und beachte, dass diese Zuordnung sich durch Notieren korrigiert und nicht durch Nachdenken. Wer aufschreibt, was er erwartet, und einen Monat später nachliest, bekommt eine Auskunft über die eigene Treffsicherheit, die auf keinem anderen Weg zu haben ist. Und prüf, wann du zuletzt deine Meinung über einen Menschen geändert hast. Wem das lange her ist, dessen Erde hat die Luft festgesetzt, und ein einmal gefasstes Urteil wirkt weiterhin gut begründet. Und beachte, dass Vorsicht und Vertrauen hier beide nicht helfen. Was hilft, ist ein Aufschrieb deiner Erwartungen und ein Blick darauf einen Monat später.
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Er hält das Schwert mit beiden Händen
Sieh dir den Griff an. Beide Hände liegen am Schwert, und die Klinge steht schräg vor dem Körper statt aufrecht neben ihm. So hält niemand eine Waffe, der sie führen kann. Es ist der Griff eines Menschen, für den dieser Gegenstand noch zu schwer ist, und dieselbe Haltung findest du beim Buben der Stäbe, der seinen Stab ebenfalls mit beiden Händen hält.
Was das über diese Karte sagt, ist milder, als ihre üblichen Lesarten vermuten lassen. Was hier geschieht, geschieht aus Unerfahrenheit und nicht aus Schärfe. Ein Mensch, der ein zu schweres Werkzeug führt, richtet Schaden an, ohne ihn zu beabsichtigen, und das gilt für ein Schwert wie für eine scharfe Bemerkung. Umgekehrt kippt die Klinge aus dieser ohnehin unsicheren Haltung. Wenn dich diese Karte trifft, prüf deshalb nicht deine Absicht, denn die war vermutlich in Ordnung. Prüf, ob du gerade ein Urteil führst, das mehr Gewicht hat, als du einschätzen kannst. Prüf außerdem, ob dein Urteil mehr Gewicht hat, als du einschätzen kannst. Wer in einer Gruppe gehört wird, richtet mit einer beiläufigen Bemerkung mehr an als mit einer beabsichtigten. Und prüf, wie du eine Klinge hältst, die zu schwer ist. Mit beiden Händen und schräg vor dem Körper, und in diesem Griff steckt die ganze Auskunft über dein derzeitiges Können.
Prüfen, bevor du weitergibst
Stell zwei Fragen an alles, was du weitergeben willst. Woher stammt es, und was wurde tatsächlich gesagt. Diese beiden kosten dich zwei Minuten und verhindern den größten Teil dessen, was unter dieser Karte schiefgeht. Wenn dich eine Nachricht erreicht hat, richte dieselben Fragen an sie, bevor du reagierst, denn in dieser Farbe reist Information schneller als ihre Herkunft.
Betrifft deine Fassung die Wachsamkeit, zähl nach. Notier drei Verdachtsmomente aus den letzten Monaten und sieh, was daraus geworden ist. Diese Zahl beantwortet die Frage besser als jede Selbstberuhigung. Und beachte, dass der Wind in diesem Bild in eine Richtung geht. Alles um dich herum bewegt sich gerade gleich, und wer als Einziger dagegen steht, hat entweder recht oder hat verlernt, wann Dagegenhalten nötig ist. Beides kommt vor, und die Unterscheidung gelingt nicht von innen, sondern durch einen Menschen, den du fragst. Und beachte, dass alles im Bild in dieselbe Richtung weht. Wenn du als Einziger dagegen stehst, hast du entweder recht oder du hältst aus Gewohnheit dagegen, und das lässt sich von innen nicht unterscheiden. Und beachte, dass zwei Minuten Prüfung fast alles abfangen. Woher stammt es, und was wurde tatsächlich gesagt. Diese beiden Fragen kosten nichts und lösen den größten Teil dieser Karte.






