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Drei der Kelche Tarot Bedeutung umgekehrt

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Botschaften:


  • Ungleichgewicht

  • Vertrauensbruch

  • Trennung

  • Missverständnis

  • Spannung

  • Einseitige Mühe

  • Rückzug

  • Ungleicher Austausch

  • Disharmonie

  • Abkühlende Zuneigung

  • Unausgesprochener Groll

  • Verlorene Verbindung

  • Verschiedene Absichten

  • Nötige Reparatur

  • Abstand

Die Ernte zu ihren Füßen

Sieh auf den Boden, denn dort steckt der Gehalt von Drei der Kelche umgekehrt. Zwischen den Füßen der drei Frauen liegt eine Ernte: Kürbisse, Trauben und weiteres Obst, über den Boden verteilt. Darüber stehen die drei in einem kleinen Kreis und heben ihre Kelche, sodass sich die Ränder beinahe berühren. Sie tanzen oder sind im Begriff dazu, ihre Arme sind gehoben und ineinander verschränkt. Eine trägt Weiß, eine Rot, eine ein blasses Gold, und ihre Köpfe sind einander zugewandt. Der Hintergrund ist kahl und hell. Es gibt keine Landschaft und kein Gebäude.
Beachte, dass diese Feier einen Anlass hat und nicht aus dem Nichts entsteht. Bei Drei der Kelche umgekehrt kippen die gehobenen Kelche, und die drei Ränder, die sich berührten, fallen voneinander weg. Der Kreis öffnet sich. Ihre verschränkten Arme lösen sich oben und nicht an den Seiten, sodass die Verbindung genau dort versagt, wo sie am sichtbarsten war. Die Ernte zu ihren Füßen wandert über ihre Köpfe und wird zu etwas, das über ihnen schwebt statt sie zu tragen. Ihre Köpfe, einander zugewandt, drehen sich nach außen. Was bleibt, sind drei einzelne Gestalten, die nebeneinander stehen, ohne dass etwas sie verbindet. Beachte auch, dass keine der drei etwas trägt außer ihrem Kelch. Keine Tasche, kein Werkzeug, kein Kind. Diese Karte zeigt dir einen Zustand ohne Pflichten, und deshalb ist sie so schwer aufrechtzuerhalten: Erwachsene Leben bringen Lasten mit, und Lasten passen nicht in diesen Kreis. Und beachte, dass ihre Kleider drei verschiedene Farben haben. Sie gehören nicht zur selben Familie und nicht zum selben Haus. Was sie verbindet, hat sich jemand ausgesucht, und Ausgesuchtes muss erhalten werden.

Freundschaften, die dünn geworden sind

Niemand zerstreitet sich, und genau das ist das Merkmal dieser Umkehrung. Deshalb bleibt sie jahrelang unbehandelt. Nachrichten werden langsamer beantwortet. Verabredungen werden getroffen, verschoben und dann nicht neu getroffen. Eine Gruppe, die sich früher monatlich sah, schafft es jetzt zweimal im Jahr, und alle Beteiligten würden diese Freundschaften als bestehend bezeichnen. In einem Sinn sind sie das auch. In einem anderen ist etwas Tragendes zur Verzierung geworden.
Die aufrechte Karte stellt drei Menschen in einen geschlossenen Kreis mit einer Ernte zu ihren Füßen, und diese Ernte ist entscheidend. Gefeiert wird hier ein Anlass, also etwas, das gepflanzt, gepflegt und eingebracht wurde. Umgekehrt fällt zuerst der Anlass weg, und deine Freundschaft soll allein weiterlaufen, was den meisten Freundschaften auf Dauer nicht gelingt. Wenn das deine Lage ist, ist die Reparatur praktischer als emotional. Gemeinsame Tätigkeit baut diese Verbindungen wieder auf, Gespräche über die Verbindung in aller Regel nicht. Trag etwas in den Kalender ein, das einen Zweck hat, statt ein Wiedersehen vorzuschlagen. Prüf zusätzlich, wann du zuletzt jemanden aus dieser Gruppe allein gesehen hast. Kreise erhalten sich über einzelne Verbindungen, und wenn alle Kontakte nur noch in der Gruppe stattfinden, ist die Gruppe bereits dünner, als sie aussieht. Und prüf, wer in deinem Kreis zuletzt etwas vorgeschlagen hat. Wenn du immer dieselbe Person nennst, trägt eine einzige Person die Gruppe, und solche Anordnungen enden, sobald diese Person müde wird.

Im Raum und nicht im Kreis

Es gibt eine Fassung dieser Karte, die vom Ausgeschlossensein handelt, und du solltest sie von gewöhnlicher Einsamkeit trennen. Hier bist du anwesend. Du bist eingeladen, du kommst, und zwischen anderen Menschen geschieht etwas, außerhalb dessen du stehst. Die drei Gestalten der aufrechten Karte sind einander zugewandt, und wer jenseits von ihnen steht, sieht nur Rücken. Diese Anordnung ist nicht feindselig. Sie ist schlicht geschlossen, und geschlossene Kreise bemerken ihren eigenen Rand fast nie.
Dieselbe Lesart gilt auch von innen, wenn du eine der drei bist und jemand anderes draußen steht. Menschen in gefestigten Gruppen ahnen selten, wie undurchlässig sie wirken. Wenn Drei der Kelche umgekehrt um deinen Arbeitsplatz oder deinen Freundeskreis auftaucht, prüf, auf welcher Seite des Randes du dich befindest, denn die Karte beschreibt beide, und die Mittel unterscheiden sich vollständig. Von draußen suchst du eine Person und nicht die Gruppe. Von drinnen drehst du dich einmal bewusst nach außen und siehst nach, wer dort schon eine Weile steht. Und beachte, dass du als Außenstehender die Gesichter nicht siehst. Du weißt nicht, ob dort jemand auf dich wartet. Wer die Absicht der Gruppe aus ihrer Haltung erschließt, erschließt in aller Regel etwas Ungünstigeres, als tatsächlich der Fall ist. Und prüf, ob du deine Zugehörigkeit gerade beweisen musst. Wo du dich bemühen musst, dabei zu sein, bist du bereits draußen, und das lässt sich mit mehr Bemühen nicht ändern.

Drei: was aus zweien entsteht

Die Drei ist die erste Zahl, die etwas Neues hervorbringt. Die Zwei stiftet eine Beziehung, und die Drei ist das, was diese Beziehung erzeugt. Sie ist außerdem die erste Zahl, die eine Fläche umschließt, denn drei Punkte bilden eine Form und zwei nicht. Alle Dreien der Kleinen Arkana zeigen ein erstes Ergebnis, und im Wasser ist dieses Ergebnis Gemeinschaft, also das, was Gefühl hervorbringt, sobald es über ein Paar hinausgeht.
Umgekehrt hält die Form nicht. Als Schatten der Drei gelten Zerstreuung und Oberflächlichkeit, und beide erkennst du hier als Gruppe wieder, die viel Kontakt hat und wenig Tiefe. Eine zweite Lesart betrifft die dritte Person, denn die Drei ist auch die Zahl, die ein Paar stört. In Beziehungslegungen zeigt diese Umkehrung häufig einen äußeren Einfluss an, der keineswegs romantisch sein muss und oft ein Familienmitglied, eine Freundin oder eine Arbeit ist. Wenn sich Dreien um dich häufen, prüf, ob dein Kreis dünner geworden ist oder ob dein Paar einen zusätzlichen Beteiligten bekommen hat. Beachte auch, dass die Drei im Wasser die geselligste Zahl der ganzen Farbe ist. Bei den Schwertern bedeutet sie Schmerz, bei den Münzen Arbeit, bei den Stäben Aussicht. Hier bedeutet sie Freude, und deshalb trifft dich ihre Umkehrung an einer weichen Stelle. Und beachte, dass drei Menschen eine Gruppe bilden und zwei ein Paar. Wenn bei euch gerade jemand hinzugekommen oder weggefallen ist, hat sich damit die Art eurer Verbindung geändert und nicht nur ihre Größe.

Merkur im Krebs

Zugeordnet ist Merkur im Krebs, und die Verbindung passt ungewöhnlich genau. Merkur regiert Sprache, Austausch und das Umlaufen von Nachrichten. Der Krebs gehört zum Zuhause, zur Familie und zum gefühlsmäßigen Gedächtnis. Zusammen ergeben sie jene bestimmte Art von Reden, die Gruppen nahestehender Menschen erzeugen, und das ist weniger Informationsaustausch als Instandhaltung. Das meiste, was Freunde einander sagen, teilt nichts mit und leistet etwas, und von diesem Leisten handelt die Karte.
Umgekehrt läuft der Umlauf weiter und hält nichts mehr instand. Merkur im Krebs erzeugt umgekehrt Reden über Menschen statt mit ihnen, und deshalb gehört Gerede zu dieser Karte und nicht zu einer anderen. Es gibt ein feineres Versagen, das der Erwähnung wert ist. Der Krebs bewahrt gefühlsmäßige Geschichte auf, und umgekehrt wiederholt diese Verbindung altes Material innerhalb einer Gruppe, spielt bekannte Geschichten nach, statt neue zu erzeugen. Ein Kreis, der nur noch über seine eigene Vergangenheit spricht, ist meist ein Kreis, der nichts mehr hervorbringt, und genau das zeigt dir die gefallene Ernte. Ein praktischer Hinweis: Merkur im Krebs bindet über Wiederholung und nicht über Inhalt. Ein regelmäßiger kurzer Kontakt hält bei dieser Zuordnung mehr als ein seltenes langes Gespräch, und wer das weiß, verändert seine Freundschaften mit wenig Aufwand. Und prüf, worüber ihr beim letzten Treffen gesprochen habt. Wenn nichts davon aus diesem Jahr stammte, hält euer Kreis eine Erinnerung instand und nichts Gegenwärtiges.

Wenn Merkur nur noch kreist

Der Schatten dieser Verbindung liegt im Leerlauf. Merkur bewegt Wörter, und im Krebs bewegt er sie innerhalb eines vertrauten Kreises. Umgekehrt bewegt er sie weiterhin, und sie kommen nirgends an. Du erkennst das an Gesprächen, aus denen du hinterher nichts mitnimmst, obwohl sie angenehm waren.
Der Krebs fügt hinzu, dass er Vergangenes bevorzugt. Deshalb entsteht bei dieser Umkehrung eine Gruppe, die dieselben drei Geschichten seit Jahren erzählt und sich dabei verbunden fühlt. Das ist nicht falsch, und es erzeugt nichts Neues. Prüf deshalb, worüber ihr beim letzten Treffen gesprochen habt, und ob davon irgendetwas aus diesem Jahr stammte. Und beachte, dass Gerede unter dieser Zuordnung selten böswillig ist. Es ist eine Ersatzhandlung für Nähe, die schwerer geworden ist, und wer das versteht, geht anders damit um, als wenn er es für Charakterlosigkeit hielte. Und prüf, ob du dich nach Treffen leerer fühlst als vorher. Das ist das deutlichste Zeichen dieser Umkehrung, denn eine funktionierende Gruppe gibt dir etwas zurück, und eine ausgehöhlte kostet dich Zeit ohne Ertrag. Und beachte, dass du selbst vermutlich auch schon über jemanden gesprochen hast, der nicht im Raum war. Diese Karte urteilt darüber nicht. Sie zeigt dir nur, wofür dieses Reden eingesprungen ist.

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Sie sehen einander an

Beachte die Blickrichtung der drei Gestalten. Sie sehen einander an und nicht dich. In einer Karte, die von Gemeinschaft handelt, ist der Betrachter ausdrücklich draußen, und das ist eine Entscheidung der Zeichnung und kein Zufall. Ein Kreis, der funktioniert, ist nach innen gerichtet, denn genau das macht ihn zu einem Kreis. Für alle, die außerhalb stehen, bedeutet das jedoch, dass sie nur Rücken sehen und aus dieser Sicht keine Möglichkeit erkennen, hineinzukommen.
Umgekehrt öffnet sich der Kreis, und ihre Köpfe drehen sich nach außen. Das klingt zunächst gut und ist zweideutig. Ein Kreis, der sich öffnet, kann jemanden aufnehmen, und er kann ebenso auseinanderfallen. Beide Bewegungen sehen im ersten Moment gleich aus. Prüf deshalb, ob sich in deinem Kreis gerade etwas hinzufügt oder etwas löst. Der Unterschied zeigt sich nicht an der Stimmung, sondern daran, ob nach dem Treffen noch etwas verabredet wird. Wo nichts mehr verabredet wird, öffnet sich nichts, sondern es endet, und zwar ohne dass jemand es ausspricht. Prüf außerdem, ob du selbst gerade jemanden übersiehst. Wer lange in einem Kreis steht, entwickelt keine Absicht, andere fernzuhalten, und wirkt trotzdem geschlossen. Ein einziger direkter Satz genügt oft, um das aufzulösen. Und prüf, ob du dich noch traust, eine Verabredung vorzuschlagen. Wenn dich davor etwas zurückhält, ist der Kreis nicht geschlossen, sondern du hast angefangen, dich selbst herauszunehmen.

Etwas gemeinsam vorhaben

Bau über Tätigkeit wieder auf und nicht über Gespräche darüber. Schlag etwas vor, an dem ein Zweck hängt: ein Vorhaben, einen festen Termin, eine Sache, auf die hingearbeitet wird, und lass die Verbindung sich darum herum neu bilden. Gruppen, die sich nur treffen, um sich zu treffen, hören mit der Zeit auf, sich zu treffen, und das sagt nichts über die Zuneigung darin aus. Es sagt etwas darüber, wie solche Kreise tatsächlich zusammengehalten werden.
Stehst du außerhalb einer geschlossenen Gruppe, geh nicht auf die Gruppe zu, sondern auf eine Person. Kreise öffnen sich Ankommenden selten, Einzelne oft. Bist du drinnen, dreh dich einmal absichtlich nach außen und sieh nach, wer dort steht, denn Ränder sind von innen unsichtbar. Und sieh nach, was bei euch auf dem Boden liegt. Drei Menschen können ihre Kelche lange heben, ohne dass etwas darunter liegt, aber nicht unbegrenzt, und das Obst in diesem Bild wurde eingebracht, bevor jemand zu tanzen begann. Und beachte, dass Freundschaften Anlässe brauchen und keine Erklärungen. Wer sagt, man solle sich mehr sehen, hat nichts vereinbart. Wer ein Datum nennt, hat den Kreis wiederhergestellt, und der Unterschied zwischen beiden Sätzen ist die ganze Arbeit. Und beachte, dass eine gemeinsame Sache nicht groß sein muss. Ein Kurs, ein Spaziergang, ein wiederkehrender Termin genügt, denn was Freundschaften trägt, ist nicht das Ereignis, sondern seine Wiederholung.

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