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Zehn der Kelche Tarot Bedeutung umgekehrt

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Botschaften:


  • Unerfüllter Wunsch

  • Selbstzufriedenheit

  • Hohle Befriedigung

  • Übermaß

  • Enttäuschung

  • Materialismus

  • Bequemlichkeit

  • Verschobenes Glück

  • Innere Leere

  • Ausschweifung

  • Schlecht erfüllter Wunsch

  • Sattheit

  • Fehlende Tiefe

  • Behagen ohne Sinn

  • Appetit

Ein Regenbogen, den niemand ansieht

Achte auf die Blickrichtung aller vier Gestalten, denn dort beginnt Zehn der Kelche umgekehrt. Ein Mann und eine Frau stehen halb von dir abgewandt, die Arme erhoben und ausgestreckt, sein Arm um ihre Taille. Daneben tanzen zwei Kinder Hand in Hand und sehen einander an statt die Erwachsenen. Über der ganzen Gruppe spannt sich ein Regenbogen, und in seinen Bogen sind zehn goldene Kelche eingesetzt, gleichmäßig verteilt. Im Mittelgrund steht ein Haus mit Bäumen, davor fließt ein Fluss durch das Land. Alle vier blicken in dieselbe Richtung, und keiner sieht den Regenbogen an, der unmittelbar über ihnen steht.
Beachte, dass dieser Bogen nichts hält und nichts abdeckt. Er ist ein Zeichen und kein Dach. Bei Zehn der Kelche umgekehrt kehrt sich der Bogen um, und die zehn Kelche hängen in einer Kurve unter den Gestalten statt über ihnen, sodass aus einem Torbogen eine Mulde wird. Die erhobenen Arme der beiden Erwachsenen zeigen nach unten. Die zwei tanzenden Kinder lösen ihre Hände, und weil genau diese verbundenen Hände sie zu einem Kreis machten, bleiben zwei einzelne Kinder übrig. Haus und Fluss wandern über die Köpfe. Was die Umkehrung entfernt, ist die Überdachung, und sie lässt vier Menschen auf freiem Feld stehen, genau in den Haltungen, die sie bereits hatten. Beachte auch, dass die beiden Kinder sich ansehen und nicht die Eltern. In diesem Bild gibt es zwei Kreise und nicht einen, und das ist keine Störung, sondern die normale Bauweise eines Haushalts.

Das Bild und was darunter liegt

Die meisten Haushalte in dieser Karte sehen von außen vollkommen in Ordnung aus, und viele von innen ebenso, und genau das macht den Unterschied so schwer zu benennen. Alle sind anwesend. Niemand benimmt sich schlecht. Es gibt Mahlzeiten, Abläufe, Fotos und Urlaube, und etwas, das darunter lag, ist leise geworden. Zehn der Kelche umgekehrt beschreibt den Abstand zwischen einer Familie, die funktioniert, und einer, die in Verbindung steht.
Erzeugt wird dieser Abstand meist nicht durch Streit, sondern durch Organisation. Ein Haushalt saugt eine erstaunliche Menge Abstimmung auf, und Abstimmung kann jedes verfügbare Gespräch verbrauchen. Zwei Menschen können vier Jahre lang ausschließlich Termine besprechen, ohne dass einem von beiden auffällt, dass sonst nichts gesagt wurde. Wenn das deine Lage ist, ist die Korrektur kleiner als ein schwieriges Gespräch und schwerer zu verabreden. Sie verlangt Zeit, in der nichts organisiert wird. Die meisten in dieser Karte können nicht sofort sagen, wann das zuletzt der Fall war, und diese Unfähigkeit ist der Befund und keine Unannehmlichkeit. Prüf zusätzlich, worüber ihr in dieser Woche gesprochen habt. Wenn du nur Abläufe aufzählen kannst, hast du deinen Befund, und er sagt nichts über eure Zuneigung. Und prüf, ob du deinen Haushalt in letzter Zeit beschrieben hast, ohne Aufgaben zu erwähnen. Wem das schwerfällt, dem ist die Verwaltung zur Beziehung geworden.

Am Bild gemessen

Es gibt eine zweite Lesart, in der tatsächlich nichts falsch ist. Hier ist der Haushalt in Ordnung, und er wird verglichen, ununterbrochen und ungünstig, mit einer Vorstellung davon, wie er sein sollte. Der Regenbogen in dieser Karte ist ein Entwurf, und ein Regenbogen ist genau deshalb ein brauchbares Zeichen dafür. Er sieht wirklich aus, er lässt sich nicht erreichen, und er bewegt sich, sobald du dich auf ihn zu bewegst.
Diese Fassung ist erheblich häufiger geworden, denn Vergleich steht inzwischen laufend zur Verfügung und nicht mehr nur bei Familienfeiern. Was sie erzeugt, ist eine bestimmte Unzufriedenheit ohne benennbaren Anlass, denn es ist nichts schiefgegangen und nichts fehlt. Wenn Zehn der Kelche umgekehrt bei einem Haushalt auftaucht, der sachlich funktioniert, prüf zuerst diese Lesart. Frag, woran du misst und ob du das Innere dessen je gesehen hast. In den meisten Fällen ist dein Maßstab aus den Außenseiten anderer Menschen zusammengesetzt, und diesen Vergleich hat noch kein Inneres gewonnen. Und beachte, dass du dein Inneres mit fremden Außenseiten vergleichst. Diese Rechnung geht nie auf, und sie geht auch dann nicht auf, wenn dein Haushalt objektiv gut läuft. Und beachte, dass Vergleich sich nicht abstellen lässt, sondern nur unterbrechen. Wer die Quelle des Vergleichs verringert, verringert das Gefühl, und Vorsätze allein tun das nicht.

Zehn: die volle Ausprägung

Die Zehn schließt einen Zyklus und beginnt ihn neu, denn sie besteht aus Eins und Null. Alle Zehnen der Kleinen Arkana zeigen eine Farbe in voller Ausprägung, und im Wasser bedeutet das gefühlsmäßiges Leben in seiner vollständigsten Form, über eine Familie ausgedehnt statt zwischen zwei Menschen gehalten. Die Numerologie führt die Zehn zurück auf die Eins, also zum Ass, und in dieser Farbe war das Ass ein einzelner Kelch, in den eine Taube etwas hineinlegte.
Umgekehrt weigert sich der Zyklus zu schließen. Gelesen wird das als Fülle, die nicht empfangen wurde, und das entspricht dem Bild genau, denn zehn Kelche stehen über den Köpfen und niemand in der Szene sieht sie an. Es gibt eine zweite Lesart, in der die Zehn zu viel geworden ist, und in gefühlsmäßiger Hinsicht zeigt sich das als Haushalt, der mehr Erwartung trägt, als eine Anordnung aus vier Menschen tragen kann. Wenn sich Zehnen um dich häufen, frag dich, ob deiner Lage etwas fehlt oder ob sie mit Anforderungen überladen ist, denn diese Zahl erzeugt beides und die Mittel sind entgegengesetzt. Beachte auch, dass die Zehn hier vier Menschen zeigt und nicht einen. In dieser Farbe wird Fülle geteilt, und deshalb betrifft ihre Umkehrung nie dich allein, sondern immer eine Anordnung. Und beachte, dass in diesem Bild niemand etwas hält. Keine Gegenstände, kein Besitz, keine Arbeit. Was hier gezeigt wird, entsteht nicht durch Leistung, und deshalb lässt es sich auch nicht durch Leistung wiederherstellen.

Mars in den Fischen

Zugeordnet ist Mars in den Fischen, und das gehört zu den unbequemsten Stellungen dieses Planeten. Mars will ein Ziel, eine Richtung und etwas, wogegen er drücken kann. Die Fische lösen Umrisse auf und haben an Auseinandersetzung kein Interesse. Zusammen ergeben sie Anstrengung, die nicht findet, wo sie ansetzen soll, und das ist eine überraschend zutreffende Beschreibung häuslicher Frustration. Es ist Kraft vorhanden, und es gibt nichts Bestimmtes, worauf sie sich richten ließe.
Umgekehrt wird daraus die kennzeichnende Schwierigkeit dieser Karte. Gereiztheit sammelt sich in einem Haushalt an und heftet sich an das, was gerade am nächsten liegt, meist an eine Kleinigkeit der Abläufe, die diese Heftigkeit unmöglich rechtfertigen kann. Alle Beteiligten wissen, dass der Streit nicht um die Spülmaschine geht, und niemand kann sagen, worum es geht, denn Mars in den Fischen erzeugt keine deutlichen Beschwerden. Unter dieser Karte ist es sinnvoll, den eigentlichen Gegenstand zu benennen, bevor du auf den vordergründigen antwortest, und dafür braucht es meist einen Tag und nicht einen Augenblick. Ein praktischer Hinweis: Diese Zuordnung braucht einen benennbaren Gegenstand. Sag deinen Ärger mit einer Person und einer Sache darin, sonst verteilt er sich über den ganzen Haushalt. Und prüf, ob eure Streitpunkte in letzter Zeit kleiner geworden sind. Kleine Anlässe mit großer Wirkung sind bei dieser Zuordnung ein Zeichen, dass der eigentliche Gegenstand nicht benannt wurde.

Mars ohne Angriffsfläche

Diese Verbindung erzeugt Kraft, die kein Gegenüber findet. Mars braucht Widerstand, um sich zu ordnen, und die Fische bieten keinen. Deshalb wird die Energie in einem Haushalt unter dieser Karte nicht kleiner, sondern unbestimmt, und unbestimmte Energie sucht sich Anlässe, die zu ihr nicht passen.
Die Fische fügen hinzu, dass sie Zuständigkeiten verwischen. Deshalb weiß in dieser Lage oft niemand, wer eigentlich worüber verärgert ist, und Gespräche enden damit, dass alle sich entschuldigen und nichts geklärt wurde. Prüf deshalb, ob du deinen Ärger in einem Satz sagen kannst, der einen Gegenstand und eine Person enthält. Fällt dir das schwer, ist das kein Zeichen von Reife, sondern die Zuordnung. Und beachte, dass diese Verbindung durch Klarheit ruhig wird und nicht durch Nachsicht. Ein benannter kleiner Vorwurf entlastet einen Haushalt mehr als drei nachsichtige Abende. Und prüf, wer bei euch zuletzt etwas Unangenehmes ausgesprochen hat. Wenn das lange her ist, herrscht bei euch kein Frieden, sondern eine Vereinbarung, nichts zu sagen. Und beachte, dass Nachsicht hier nichts löst. Diese Verbindung braucht Klarheit, und ein ausgesprochener kleiner Vorwurf entlastet mehr als ein nachsichtiger Abend.

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Niemand blickt nach oben

Der Regenbogen ist der größte Gegenstand der Karte, und keine der vier Gestalten hat die Augen darauf. Die Erwachsenen blicken mit erhobenen Armen nach vorn in die mittlere Entfernung. Die Kinder sehen einander an. Die zehn Kelche stehen in einem vollkommenen Bogen darüber, unbeachtet und unbenutzt, an derselben Stelle, an der bei Vier der Stäbe die Girlande und bei den Liebenden der Engel steht.
Diese Platzierung ist im ganzen Deck gleichbleibend. Was eine Gruppe zusammenhält, steht über ihr und braucht niemandes Aufmerksamkeit, um zu wirken. Umgekehrt kehrt sich der Bogen um und sinkt darunter, und die vier Gestalten stehen in genau denselben Haltungen mit nichts über sich. Deshalb berichten Haushalte in dieser Karte so oft, dass sich nichts geändert habe und trotzdem alles anders sei. Niemand hat sich bewegt. Das, was über ihnen war, hat sich bewegt. Und es wiederherzustellen ist keine Frage davon, wie ihr miteinander umgeht, sondern davon, wofür euer Haushalt derzeit da ist, denn genau dieser Posten ist still abhandengekommen. Prüf außerdem, wofür euer Haushalt derzeit da ist. Diese Frage klingt sonderbar und lässt sich beantworten, und wenn niemand von euch eine Antwort findet, kennst du die Ursache eures Abstands. Und prüf, ob ihr etwas habt, das über euch beide hinausgeht. Ein Vorhaben, ein Ort, eine Absicht. Fällt euch nichts ein, steht ihr ohne Bogen da, und niemand hat etwas falsch gemacht.

Zeit ohne Organisation

Such Zeit, in der nichts organisiert wird. Haushalte unter dieser Karte haben reichlich Verständigung und fast keinen unstrukturierten Kontakt, und die beiden werden regelmäßig miteinander verwechselt. Eine Stunde ohne Tagesordnung leistet mehr als ein Abend, an dem ihr über eure Beziehung sprecht, und sie ist erheblich schwerer zu verabreden, was für sich genommen bereits die Diagnose ist.
Liegt deine Schwierigkeit im Vergleich statt im Abstand, stell fest, woran du misst und ob du das Innere davon je gesehen hast. Hör danach auf zu messen, was eine Entscheidung ist und kein Gefühl und deshalb wiederholt getroffen werden muss. Und sieh in beiden Fällen über euren Haushalt hinaus. Eine Familie wird von etwas zusammengehalten, wofür sie gemeinsam da ist, und wenn das verschwindet, bleiben die Menschen darunter stehen und verlieren den Kontakt, ohne dass irgendjemand etwas falsch gemacht hätte. Der Regenbogen in dieser Karte ist keine Verzierung. Er ist das Einzige im Bild, das vier getrennte Gestalten zu einer Gruppe macht. Und beachte, dass unstrukturierte Zeit nicht lang sein muss. Eine Stunde ohne Zweck wirkt mehr als ein Wochenende mit Programm, und sie lässt sich tatsächlich einrichten. Und beachte, dass ein Haushalt sich nicht durch Gespräche über sich selbst repariert. Er repariert sich durch gemeinsame Zeit ohne Zweck, und die muss man verabreden, weil sie sich nie ergibt.

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